Aufbau einer Regenwasseranlage

Schritt 1: Regenwasser sammeln

Regenwasser wird von versiegelten Flächen, in der Regel Dächern gesammelt. Wieviel Wasser steht durchschnittlich zur Verfügung?

Niederschlagsmenge [l/m²] x Dachfläche [m²] x Dachbeiwert x Filterausbeute

B E I S P I E L: 900 l/m² x 120 m² x 0,90 x 0,95 = 92.340 l/Jahr

Schritt 2: Regenwasser filtern

Regenwasser hat in der Regel Badewasserqualität, wenn es über Vorfilter gereinigt wird. Feinmaschige, selbstreinigende Edelstahlfilter mit einem hohen Wirkungsgrad eignen sich besonders für diese Aufgabe.

Schritt 3: Regenwasser speichern

Am besten unterirdisch, damit es nicht zur Keimbildung kommen kann (kein Licht, keine Wärme). Betonzisternen haben zusätzlich noch einen neutralisierenden Effekt auf das Regenwasser.
Wie groß muß die Zisterne sein?

Anzahl der Personen im Haus x pro Kopf Verbrauch [l] x Sicherheitsreserve (21 Tage) = Speichervolumen [l]

Schritt 4: Regenwasser entnehmen

Das Wasser wird mit Hauswasserwerken oder Tauchdruckpumpen entnommen. Sobald Wasser entnommen wird, aktiviert ein Druckwächter (Presscontroll) die Pumpe und stellt sie dann auch wieder ab. Tauchdruckpumpen haben den Vorteil, daß sie vollkommen geräuschfrei arbeiten und bei der Gartenbewässerung einen konstanten Druck liefern.

Schritt 5: Wasser nachspeisen

Wenn der Regen mal ausbleibt und die WC-Spülung trotzdem funktionieren muß. Da die Leitungen für das Regenwasser nie in Verbindung mit normalen Trinkwasserleitungen gebracht werden dürfen (DIN 1988), wird Trinkwasser einfach in die Zisterne eingeleitet. Natürlich nur in geringen Mengen, die den Tagesbedarf decken.

Regenwassernutzung für Haus und Garten
Regenwassernutzung für Haus und Garten
Filter Entscheidungshilfe
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